Inwieweit sind Altersinstitutionen für den Einsatz digitaler Technologien ausgerüstet und offen?

Patricia Jungo, Curaviva Schweiz

Altersinstitutionen bieten mit ihrer breiten Palette an Wohnformen rund 100'000 Seniorinnen und Senioren in der Schweiz ein Zuhause. Dies macht sie zu wichtigen Akteuren, wenn es darum geht, «altersfreundliche Umgebungen» beziehungsweise einen niederschwelligen Zugang zur Umgebung zu schaffen. Der Einsatz digitaler Technologien zur Stärkung der Autonomie oder der Partizipation einer Person wird in der WHO-Strategie in diesem Zusammenhang spezifisch erwähnt.

Der Einsatz digitaler Technologien lässt sich im Kontext einer Institution nicht isoliert betrachten. Dieser hängt einerseits von technischen Rahmenbedingungen, andererseits aber auch von der Bereitschaft einer Institution, solche Technologien einzusetzen, ab. Die Institution muss sich auf diesen Prozess (analog zu digital) einlassen, der mittlerweile nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche erreicht hat. Im Zuge dieser veränderten gesellschaftlichen Realität stellen sich Herausforderungen auf diversen Ebenen: von der Anschaffung von Hard- und Software bis hin zu den internen Prozessen, den (digitalen) Kompetenzen von Mitarbeitenden und KlientInnen sowie ihrer Einstellung gegenüber digitalen Technologien.

Doch wo stehen unsere Institutionen in Bezug auf den Prozess der digitalen Transformation? Und wo brauchen sie allenfalls Unterstützung? Um dies herauszufinden, lanciert CURAVIVA Schweiz eine schweizweite Befragung bei den über 2’700 Mitgliederinstitutionen seiner drei Bereiche (Menschen im Alter, Kinder und Jugend, Menschen mit Behinderung). Dabei wird einerseits der aktuelle Stand der Branche bezüglich des Einsatzes digitaler Technologien abgeholt. Andererseits werden Fragen rund um die Einstellung gegenüber neuen Technologien im Arbeitsumfeld und die erforderlichen unterstützenden Massnahmen und Rahmenfaktoren abgeklärt.

Im August/September 2019 startet die Umfrage. Sie richtet sich an die Institutionsleitungen. Die Ergebnisse dienen CURAVIVA Schweiz und seinen Kantonalverbänden, aber auch der Forschung und Technologieentwicklung als wichtige Grundlage, um weiterführende Untersuchungen zu konzipieren sowie konkrete bedürfnisgerechte Lösungen und unterstützende Massnahmen zu entwickeln.

Kontakt und Projektleitung

Patricia Jungo (Koordination Forschungskooperationen): p.jungo@curaviva.ch
Anna Jörger (Fachbereich Menschen im Alter): a.joerger@curaviva.ch

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Bild: Pixabay




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